Solidaritätsbekundung der AG zur Schließung der Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte (Rastatt)

Am Dienstag, 29. September 2026, wurde auf der Mitgliederversammlung der AG folgende gemeinsame Solidaritätsbekundung beschlossen:

Aufruf zur sofortigen Wiedereröffnung der Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in
der deutschen Geschichte

Die AG Orte der Demokratiegeschichte ist über die kurzfristig verfügte Schließung der
Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte in Rastatt bestürzt. Den
ersten, 1974 eröffneten demokratiegeschichtlichen Erinnerungsort der Bundesrepublik Deutschland
zu schließen, ist gerade in Zeiten, in denen unsere Demokratie von vielen Seiten angegriffen wird,
ein verheerendes Zeichen. Das Unsichtbar-Werden von deutscher Freiheitsgeschichte am zentralen
Erinnerungsort Rastatt stößt auf unser Unverständnis und Entsetzen.
Wir schließen uns der Aufforderung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an: Vorrangiges
Ziel aller Bemühungen muss es sein, die Erinnerungsstätte schnellstmöglich wieder zu eröffnen.
Zudem ist die Zukunftsfähigkeit der Institution zu gewährleisten. Es geht um die Darstellung und
zeitgemäße Vermittlung wichtiger Aspekte deutscher und europäischer Demokratiegeschichte und
damit um ein grundsätzliches politisches Signal für unsere Demokratie!